Pflegearbeiten im Aquarium

Nicht nur eingefleischte Aquaristikprofis faszinieren bunte Unterwasserwelten in den eigenen vier Wänden. In einem gut gepflegten Aquarium finden wir lebhafte Fische, klares Wasser und ein gesundes Pflanzenwachstum vor. Dafür ist jedoch regelmäßige Pflege notwendig. Bei einem eingefahrenen Aquarium nimmt die tägliche Pflege in der Regel nur ein paar Minuten in Anspruch. In der Anfangsphase eines neu eingerichteten Aquariums ist jedoch etwas mehr Geduld notwendig, da für die zukünftigen Unterwasserbewohner zunächst einmal ideale Bedingungen geschaffen werden müssen. Schließlich geht es darum, dass sie einen tier- und artgerechten Lebensraum vorfinden. 

Der Pflegeaufwand richtet sich generell nach der Größe eines Beckens, ganz gleich, ob Süß- oder Meerwasseraquarium und der zu pflegenden Tierarten. Zu den Hauptaufgaben aller Aquarienfreunde gehört insbesondere das regelmäßige Beobachten der Tiere und Pflanzen, um bei Bedarf rechtzeitig eingreifen zu können.

Für den Kontrollcheck werden jeden Tag nur wenige Minuten benötigt. Zuallererst wird die Funktionalität der technischen Geräte, wie Filter und Beleuchtung überprüft. Ein am Außenglas des Beckens angebrachtes Thermometer verschafft eine schnelle Übersicht über den genauen Wert der vorliegenden Wassertemperatur. Auch ein tägliches Überprüfen der Unterwasserbewohner gehört zu den täglichen Aufgaben, um möglichst schnell Veränderungen zu erkennen. Darüber hinaus müssen die Tiere gefüttert und unverbrauchtes Futter entfernt werden. Besitzer eines Meerwasseraquariums müssen täglich den Abschäumer prüfen, bei Bedarf leeren und reinigen. Gleichzeitig gehört die Kontrolle der Korallen zu den täglichen Maßnahmen.

Nach etwa zwei bis drei Wochen wird ein Drittel des Wassers gewechselt. Zu den weiteren Reinigungsarbeiten zählen das Säubern der Abdeckscheibe, die Algenentfernung an den Scheiben, das Entfernen von abgestorbenen Pflanzenblättern, eventuell das Kürzen oder Ausdünnen von Pflanzen und das Absaugen von Mulm. Außerdem ist das Durchführen eines Wassertests empfehlenswert. Der Filter wird nur dann gereinigt, wenn eine ausreichende Umwälzung und Strömung des Wassers nicht mehr erzeugt werden. Damit stets genügend Bakterien im Filter verbleiben, wird niemals das komplette Filtermaterial auf einmal gesäubert. 

Einmal im Jahr sollten die Röhren der Beleuchtung überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden, da die Röhren an Leuchtkraft verlieren und das spezielle Lichtspektrum, das dem optimalen Pflanzenwachstum dient, sich verändert. Die regelmäßige Beobachtung und Pflege sind wichtig, damit sich die Bewohner des Aquariums stets wohlfühlen.
 

Putztrupp fürs Aquarium - Algen natürlich bekämpfen

Ein Star unter den Algenfressern: die japanische Amano-Garnele. Foto: sera          Copyright sera GmbH
 

Ein Wels bewegt sich mit seinem breiten Maul die Scheibe entlang, anderswo lässt es sich eine Schnecke zwischen Pflanzen und Dekorationsobjekten schmecken. Einige Aquarienbewohner entpuppen sich als regelrechter Putztrupp und bekämpfen erfolgreich die Plage Nummer 1 in nahezu jedem Aquarium: Algen. Aquaristikspezialist sera zeigt, welche Tiere besonders geeignet sind, um den unerwünschten Bewuchs auf natürlichem Weg zu reduzieren.